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Adrian Leschek – Der Herr des Feuers

Oktober 9, 2016

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Er kennt den Willen seines Gottes – und tötet in seinem Namen.

Sein Gott hat ihm den Mord an einem verkrüppelten Mönch befohlen, und Dolch gehorcht. Als gläubiger Mensch zweifelt er nicht an der Rechtmäßigkeit seines Tuns. Aber ausgerechnet die Gebote seines Glaubens führen zu seinem Versagen, und sein Opfer entkommt. Nutzte der flüchtige Mönch dunkle Magie, um Dolch zu manipulieren? Doch nicht der verkrüppelte Mönch selbst ist das Problem, sondern sein Wissen über die Ankunft des Feuers.
Dieses wird nicht nur Dolchs Glauben erschüttern, sondern das Gefüge der Welt zerschmettern – sollte Dolch seine Verbreitung nicht verhindern können.

 

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Titel: Der Herr des Feuers
Autor: Adrian Leschek
Seitenzahl: 443
Verlag: Blanvalet
Erschienen am: 15. Februar 2016
Preis: Klappenbroschur 14,99€ (hier)
ISBN: 978-3-7341-6026-4

Ich weiß noch ganz genau wie ich vor einigen Monaten zum ersten Mal die Inhaltsangabe zu “Der Herr des Feuers”, von Adrian Leschek, durchgelesen habe und danach total interessiert davon war. So sehr, dass ich es einfach nur noch lesen wollte. Aber nicht nur die Inhaltsangabe hat mich angelockt, sondern auch das Cover, sowie der imposant klingende Titel. Müsste ich mich allerdings entscheiden was einen größeren Eindruck auf mich gemacht hat dann war es definitiv der Titel.
Obwohl das die Gestaltung vom Cover sehr schlicht gehalten ist wandert mein Blick immer zu erst auf den Titel. Da die Gestaltung ja immer etwas von der eigentlichen Geschichte verrät, habe ich mich immer gefragt wie das Feuer mit dem gekreuzten Dolch und der Feder zusammenpassen könnte. Aber auch der Klappentext hilft einem nicht weiter das Rätsel zu lösen. Aus diesem Grund habe ich von “Der Herr des Feuers” erwartet, dass es sehr spannend und mitreißend geschrieben sein wird.

Meine erwartete Spannung habe ich persönlich leider nicht gefunden. Die Geschichte ist am Anfang zwar echt interessant und spannend, da man hier den besten Assassinen in ganz Arakand, namens Dolch, begleitet wie er einen mysteriösen Auftrag erhält und dabei ist diesen auszuführen. Als sich dann herausstellt, dass Dolch den Auftrag in gewisser Weise vermasselt hat und er eine zweite Chance dafür erhält denkt man sich nur “ohhh scheisse, schafft er es dieses mal oder scheitert er wieder?”.
Obwohl der Auftrag für Dolch eine starke Belastung seines Glaubens ist, und er sich immer wieder entscheiden muss ob er standhaft bleibt und ihn behält oder er sich davon abwendet und alles in Frage stellt, kam mir die Geschichte immer mehr wie ein Katz und Maus Spiel vor. Letztendlich ist durch dieses hin und her die Spannung bei mir flöten gegangen und ich habe mich nur noch berieseln lassen. Hinzu kam, dass viele Situationen immer vorhersehbarer wurden und man beim Lesen nicht mehr sonderlich überrascht wird.

Interessant an dem Buch finde ich, dass es in der dritten Person geschrieben ist und man so der Beobachter ist. Diese Art die Geschichte hat mich zwar nicht gestört und es war auch echt angenehm das Buch zu lesen aber irgendwie blieben die Charaktere für mich viel zu distanziert und nicht greifbar, was ich echt schade finde. Gerade bei Dolch hätten mich die Gedankengänge so richtig interessiert.
Über Baladus, den “gefährlichen” Krüppel, erfährt man von allen Charakteren zwar am meisten, dennoch hat es mich tierisch gestört, dass sich alle um ihn herum so dämlich benommen haben. Es kann doch nicht sein, dass alle sich so von ihm beschwatzen lassen und sich dann benehmen als hätten sie eine Gehirnwäsche erhalten. Also wirklich, bei ein paar Idioten kann das vielleicht echt vorkommen aber doch nicht bei jeder verdammten Person, die mit ihm redet.

 

Obwohl mich “Der Herr des Feuers” nicht so wirklich mitreissen und überzeugen konnte war es doch eine gelungene Abwechslung für mich, da ich sonst andere Bücher lese. Gerade das Thema Assassinen hatte ihr bisher noch nie und musste daher auch vor dem Lesen nachschauen was denn ein Assassine überhaupt ist. Die Antwort darauf, die ich gefunden habe, zwar irgendwie unspektakulär aber dennoch klingt diese Assassinen-Welt nach etwas spannendem (was hier leider nicht der Fall war).
Aber auch die Tatsache, dass es in der Geschichte zwei Sonnen gibt, die hin und wieder eine Gefahr für alle Menschen sein können, ist echt interessant und die Theorien darüber haben mich sehr daran erinnert wie früher darüber gerätselt wurde ob die Erde nun eine Kugel oder eine Scheibe ist.

Weiterempfehlen würde ich das Buch dennoch nicht, da es spannender klingt als es ist und mich nicht so wirklich begeistern konnte. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass die männlichen Leser durchaus mehr gefallen daran finden werden, da hier absolut keine Dramen und Liebesbeziehungen vorhanden sind und das kämpfen bzw. töten im Vordergrund steht.

 

 

Danke an das Bloggerportal  für dieses Rezensionsexemplar!

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