Ally Taylor – New York Diaries / Phoebe

Nachdem ich zuletzt im Oktober mit Claire ein Ally Taylor Buch in den Händen gehalten habe, konnte ich es kaum erwarten bis ihre nächste Geschichte erscheint.
Das Warten wurde dank der guten Sarah (Band 2), im Januar, für ein Weilchen unterbrochen und versüßt. Ehrlich gesagt hat mich Sarah richtig umgehauen, sodass ich dann auch „nur“ noch drei Monate warten musste um wieder nach New York zum Knights Building reisen durfte.

Ob sich das viel zu lange Warten auf Phoebe für mich gelohnt hat und was einem im dritten Teil der New York Diaries Reihe erwartet erfahrt ihr nun hier. Falls ich das Buch auch gelesen habt würde es mich brennend interessieren wie es euch gefallen hat bzw. was ihr darüber denkt.

 

 


New York Diaries Phoebe von Ally Taylor Rezension

 

 

 

 

Titel: New York Diaries – Phoebe
Autor: Ally Taylor (Anne Freytag)
Position: Dritter Teil einer Reihe
Seitenzahl: 303
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen am: 3. April 2017
Preis: 9,99€ Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-51941-7

 


 

Zur InformationBei diesem Buch handelt es sich zwar um einen dritten Teil, einer Reihe, der Inhalt jedoch ist nicht an den Vorgänger gebunden bzw. baut darauf auf weshalb man alle Bücher der New York Diaries Reihe unabhängig voneinander lesen kann.

 

 

 

Klappentext (buch)

Zwei Fremde in einem Flugzeug, zwei vertauschte Koffer und das große Glück

In New York werden Träume wahr. Und ins Knights Building zieht, wer große Träume hat. Aber Phoebes berufliche Wünsche haben sich längst erfüllt, und an Beziehungen glaubt sie nicht. Doch dann nimmt sie auf dem Rückflug von einer Dienstreise versehentlich den falschen Koffer vom Rollband – und der ihr unbekannte Schriftsteller David marschiert mit ihrem nach Hause.
Anhand der Anhaltspunkte, die sie in den Koffern finden, fangen die beiden an, einander zu suchen, nicht ahnend, dass sie am Ende dieser Suche viel mehr gefunden haben werden, als nur den Besitzer des vertauschten Gepäckstücks.

© Droemer Knaur

 

 

Meine Beurteilung (buch)Rein optisch gefällt mir die Farbgestaltung von Phoebe am Meisten und belegt bei mir die Nummer eins. Das Blau ist aber echt atemberaubend und lässt mich sofort an Wasser und Erholung denken.
Man muss an dieser Stelle auch sagen, dass die vier Teile sich vom Aussehen einzig allein in der Farbe unterscheiden, gleichzeitig passen alle perfekt zueinander. Je nachdem welche Farbe man lieber hat, empfindet man einen anderen Teil als Favorit – in meinem Fall eindeutig der Blauton.

New York Diaries Phoebe Sarah Claire

Wie bei den anderen Teilen der New York Diaries Reihe, erwartet hier einen eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Popcorn-Feeling. Dank den gelungenen Beschreibungen von Personen, Gegenstände oder Orte, hatte ich sehr oft das Gefühl als würde sich ein Kinofilm in meinem Kopf abspielen, weil ich mir alles so gut vorstellen konnte.

Wie in allen Anne Freytag bzw. Ally Taylor Büchern merkt man, dass Anne einen ziemlich lockeren und auch sehr umgangssprachlichen Schreibstil hat. Mir persönlich gefällt ihre Wortwahl und Ausdrucksweise sehr, da es zum einen nicht gestellt wirkt und zum anderen kann man sich so besser in die Charaktere und Situationen hineinversetzen. Das Lesen somit auch bei diesem Buch von ihr zu einem Genuss und lässt mich immer wieder staunen, wie schnell die Seiten vergehen, ohne dass man merkt wie viel man schon gelesen hat.

 

››One Girl’s Music Box‹‹, sagte Jamie.››Und ja, das ist sie.
Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast,
weil du zu der Zeit in San Francisco warst,
aber Sarahs Konzertberichte und Musik-Empfehlungen erscheinen jetzt auf bei NY TRND.

Seite 145

 

Kennt ihr diese „Das kenne ich doch von irgendwo her!“- Momente?
Genau solche Momente hatte ich während dem Lesen von Phoebes Geschichte, da mir einige Orte und vor allem Personen ziemlich bekannt vorkamen. Obwohl einzelnen Geschichten der New York Diaries nicht aufeinander aufbauen, erkennt man einige Charaktere und Schauplätze aus den Vorgängern wieder. Dank diesen bekannten Komponenten hat Phoebe auf mich zu keiner Zeit wie eine Fremde gewirkt, sondern eher wie eine gute Freundin, die man gut kennt und viel zu selten sieht.

Einen sehr intensiven Anflug von „Das kenne ich doch von irgendwo her!“ hatte ich als sich Phoebe etwas zu Essen – den New York Chai Cheesecake – bei einer Bäckerei/Konditorei an der Ecke kauft und sie nach dem ersten Bissen sofort in den Kuchen verliebt ist. Bei dieser Szene musste ich auf der Stelle an Claire und ihre Leidenschaft fürs Backen denken, weil es einfach perfekt zu ihr passt.

Neben Claire, die einige Seiten später in Phoebes Geschichte auftaucht, begegnen einem auch die liebe Sarah und Jamie (aus Claires Geschichte). Als ich an der Stelle ankam, an der die beiden zum ersten Mal erscheinen – so in etwas zum Zeitpunkt vom obigen Zitat – war ich erstaunt die beiden so präsent zu sehen. Die Seite musste ich ungefähr zwei- oder dreimal lesen, bis es in meinem Kopf klick gemacht hat.
Ja, manchmal kann ziemlich auf dem Schlauch stehen. So sehr es mich überrascht hat die „alten“ Charaktere wieder zu treffen es war toll diese auch in dieser Geschichte zu erleben.

 

New York Diaries Phoebe von Ally Taylor Rezension

Hin und wieder erschreckt es mich schon sehr, wie schnell ein Buch wieder vorbei sein kann, obwohl man doch erst gestern oder vorhin angefangen hat zu lesen. Genau so einen Fall hatte ich mit Phoebes Geschichte, sie war einfach plötzlich zu Ende und ich stand da und konnte nicht glauben, dass ich bei der Danksagung angekommen bin.

Der eine kann das jetzt auf die 303 Seiten schieben, welche für ein Buch nicht viele sind aber durchaus ausreichend sein können. Kurz und knackig lautet hier das Stichwort.
Schaut man sich, dank der übersichtlichen Kapitelstruktur, den Zeitraum an, indem man Phoebe begleiten darf, so stellt man schnell fest, dass das knackige 6 Tage plus ein kurzer Blick in die Zukunft sind. Diese Tatsache hat mir kurz große Augen beschert, da ich echt nicht damit gerechnet habe gerade mal eine Woche in New York verbringen zu dürfen.
Für das Erzählen der Kerngeschichte ist dieser Zeitraum gut gewählt, da alles andere zu langzogen wäre. Dennoch hätte ich mir ein klein wenig mehr an Umfang gewünscht, damit Dinge, wie z.B. Phoebes berufliche Umgewöhnung oder Davids Leben, näher betrachtet werden können und nicht nur kurz angekratzt werden.

 

Die scheiß Liebe ist überall, in Bücher, Filmen, Serien.
Sie trägt ein Cape mit der Aufschrift ›› episch ‹‹ und tut so,
als wäre sie für immer,aber da wo, im Film der Abspann beginnt,
hat das Leben die schlechte Angewohnheit, einfach weiterzugehen.

Seite 90

 

Ja, die Liebe ist wirklich überall und ein fester Bestandteil der Bücher aus der New York Diaries Reihe. Auch wenn nahezu alle Buchhandlungen die Bücher fälschlicherweise in die Erotikabteilung stellen.

Phoebes Liebesgeschichte würde man zwar als sehr gewöhnlich beschreiben aber dafür ist es gleichzeitig eine echt schöne Geschichte. Was mir sehr gefällt ist dass die Geschichte auch so in der Realität passieren könnte. Seien wir doch mal ehrlich, wer hat am Flughafen bei der Gepäckausgabe nicht ab und an das Problem zu erkennen, ob das wirklich der eigene Koffer ist, der da auf dem Laufband liegt?
Was für mich an diesem Punkt ganz besonders spannend ist, ist die Frage ob die beiden es schaffen ihren eigenen Koffer wiederzufinden oder nicht und was drum herum alles passiert. Je mehr ich von den beiden gelesen habe, desto mehr hat mich ein seltsames Gefühl beschlichen, dass da etwas fehlt, nämlich die Emotionen. Gerade nach Sarahs eindrucksvollem Auftritt habe ich gehofft ebenso, wenn nicht sogar etwas mehr, begeistert zu werden.

Man hat beim Lesen zwar verstanden und nachvollzogen was die Protagonisten in der jeweiligen Situation gefühlt haben aber irgendwie hat da etwas gefehlt. Gerade das für Liebesgeschichten typische „awwwww“, wo einem das Herz aufgeht oder der Augenblick, wo es einen kleinen Hüpfer macht haben bei mir leider gefehlt.
Mit anderen Worten hat mir das Gefühl von der Liebe gefehlt, was ich echt schade finde, da das für mich einer der wichtigsten Kritikpunkte bei Liebesgeschichten ist. Man kann noch so ein gutgeschriebenes Buch lesen aber sobald es sich hauptsächlich um die Liebe dreht müssen die Emotionen beim Leser ankommen ansonsten wird die Geschichte immer mittelmäßig bleiben.

 

 

Kaum hat die Reise nach New York, zum Knights Building, begonnen schon ist diese wieder vorbei. Für mich persönlich schon fast viel zu schnell, aber das ist eine andere Sache.
Ally Taylor, besser bekannt als Anne Freytag, erzählt hier mal wieder sehr humorvoll und angenehm eine Geschichte aus New York. Dabei lässt sie bekannte Gesichter, wie z.B. Claire und Sarah, vorbeischauen und stellt uns einige neue vor, die sich einem genau so schnell ins Herz schleichen wie die „alten“.

Bei diesem Teil der Reihe merkt man, dass die Stadt sehr in den Hintergrund gerückt wurde, damit man sich voll und ganz auf die kleine Schnitzeljagd von Phoebe und David konzentrieren kann. Ich habe es sehr genossen die beiden bei der Suche, nach dem eigenen Koffer und dem Besitzer des anderen, begleiten zu können.

Was mir jedoch gefehlt hat und meine Gesamtbewertung leider auf drei von fünf Sternen runterzieht, sind die Gefühle, welche für mich das wichtigste bei einer Liebesgeschichte sind.
Zwar konnte ich nachvollziehen, weshalb sich David durch die Tagebucheinträge nach und nach in Phoebe verliebt, aber irgendwie habe ich das nicht gefühlt. Auch am Ende, wo sich herausstellt, ob die beide es schaffen oder nicht den anderen zu finden, sind keinerlei Emotionen bei mir angekommen.

 

 

 

 

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Die Buchreihe (Buch)

New York Diaries Buchcover   New York Diaries Buchcover   New York Diaries Buchcover   New York Diaries Buchcover


Anmerkung
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➞  Bildquelle der Coverbilder ist die Seite vom Droemer Knaur Verlag (hier)

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