[Lesung] Anne Freytag – Den Mund voll ungesagter Dinge

Freitage sind toll.
Freitage sind besser als jeder andere Wochentag, da das Wochenende schon scharrend vor der Tür steht. Für mich ist nicht nur der Freitag toll, sondern auch Freytag. Mit Y anstatt mit I. Also nicht der Freytag, sondern die bzw. nur Freytag.
Anne Freytag um genau zu sein.

Vor fast genau einem Jahr hatte ich, mit „Mein bester letzter Sommer“ (Rezension hier), mein allererstes Anne Freytag Buch in den Händen. Ein Buch von einer Autorin, von der ich bis zu dem Zeitpunkt rein gar nichts gelesen hatte. Damals hat mich die Geschichte sowie die für mich unbekannte Autorin, überrascht und sprachlos gemacht.
Man könnte sagen, dass der Freytag Zauber begonnen hat, mich in seinen Bann zu ziehen.

 

 

also ich liebe ja Freytag Tasse (Anne Freytag)Bild von @sharonbakerliest 

 

Wie es heutzutage fast schon normal ist, habe ich das Internet nach ihr durchforstet und habe so einiges entdeckt. Etwas an dem ich bis heute noch hängen geblieben bin, sind die „Jeden Freytag und Popescu“ Videos, welche Anne Freytag zusammen mit Adriana Popescu auf YouTube stellen.
Durch diese Videos habe ich nicht nur Annes Art lieben gelernt, sondern auch die von Adriana, weshalb ich mich bei jedem neuen Video wie ein Honigkuchenpferd freue. Aber nicht nur die Videos, der beiden, konnten mich begeistern, sondern auch die Bücher der beiden, von denen ich einmal alle lesen möchte.

 

Zwei meiner ganz, ganz, gaaaaaaaaaaaaaanz großen Highlights im Jahr 2016 hatten auch noch etwas mit Anne zu tun, an die ich bis heute lächelnd zurückdenke.
Das erste Highlight war für mich als sie zum einen, dass sie mir mehrmals in Twitter zurückgeschrieben hat und zum anderen eine Rückmeldung zu meiner Rezension von New York Diaries – Claire  gegeben hat. Das Fangirl in mir ist damals vor Freude total ausgeflippt und freut sich heute noch tierisch darüber, wenn eine Antwort von ihr kommt.
Mein zweites Highlight war als ich sie an der Frankfurter Buchmesse, während dem Droemer Knaur Frühstück, getroffen habe und sie mich auch noch erkannt hat. Ich weiß, dass das richtig bescheuert klingt, da sie auch nur ein Mensch wie jeder anderer ist.  Aber über diese kleine Aufmerksamkeit habe ich mich riesig gefreut, auch wenn es an dem Tag ziemlich gedauert hat bis ich getraut habe sie anzusprechen.

 

Kommen wir nun zum hier und jetzt.

Mittlerweile ist schon 1 Jahr vergangen nachdem „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag erschienen ist und nun meldet sich die Gute mit einem neuen Jugendbuch zurück. Ihr neues Jugendbuch trägt den Namen „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und ist am 06. März 2017 bei Heyne > fliegt erschienen.
Anlässlich ihres neuen Buches gab es im Wittwer, in Stuttgart, eine Lesung, an der ich einfach vorbeischauen musste, denn wann ist eine Lieblingsautorin in der Nähe von einem und stellt ihr neues Buch vor?

 


Anne Freytag den Mund voll ungesagter Dinge Cover

Klappentext

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie.

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

 

Cover & Klappentext © Heyne > fliegt


 

Die Lesung zu „Den Mund voll ungesagter Dinge“ war vor ungefähr einem Monat, an einem sonnigen Freitag, im Wittwer in Stuttgart.

Da ich mir bisher nur einmal im Wittwer eine Lesung angeschaut bzw. angehört habe, war ich schon ungefähr anderthalb Stunden vor beginn dort. Für manche mag das viel zu früh sein aber mal ganz ehrlich, in einem Buchladen vergeht die Zeit anders!
Schnell habe ich gemerkt, dass das gar nicht so verkehrt war, so früh da zu sein, denn so hatte ich genügend Zeit ein paar neue Bücher zu entdecken und den Ort ein wenig auskundschaften. Was mich allerdings echt verblüfft hat, war, dass schon einige Mädels vor Ort waren und sich Plätze reserviert bzw. sich ziemlich nervös umgeschaut haben.

Das Warten auf den Beginn der Lesung ging ziemlich gut und von der Zeit habe ich kaum etwas gemerkt, da ich total in „Paris, du und ich“ von Adriana Popescu versunken war, die laut den social Media Posts ebenfalls kommen sollte. Leider war das nicht der Fall, da ihr kurzfristig noch etwas dazwischen gekommen ist, aber dafür bietet sich im nächsten Jahr bestimmt eine Gelegenheit.

 

Anne Freytag Den Mund voll ungesagter Dinge Lesung Stuttgart Wittwer

Die Lesung an sich fand in einem kleinen Rahmen statt und hat sich auch wie eine private Leserunde angefühlt. Vor Beginn der Lesung hat mein Herz schon einen kleinen Hüpfer gemacht, da Anne mich wieder erkannt und das auch offensichtlich signalisiert hat.
Ich glaube, an solche Momente werde ich mich nie ganz gewöhnen.

 

Bevor Anne mit dem Lesen angefangen hat, hat sie noch ein klein wenig über das Buch gelesen und die ganzen Zuschauer Stück für Stück durch das erste Drittel der Geschichte geführt. Dabei hat sie nicht nur stur Kapitel für Kapitel vorgelesen, sondern immer mal wieder etwas zu dem Kapitel erzähl und auch das ein oder andere ausgelassen.
Obwohl ich das Buch schon beendet hatte und damit auch die Geschichte kannte, hatte ich zur keiner Zeit das Gefühl irgendetwas von der Geschichte zu verpassen. Generell empfand ich es als sehr angenehm Anne beim Lesen zuhören zu können und durch ihre Randbemerkungen hat sie sich noch tiefer in mein Herz geschlichen.

Nach knapp einer Stunde, die wie im Flug vergangen ist, war sie mit ihrem Lesepart fertig und man konnte sie (endlich) mit einigen Fragen löchern, welche sie sehr sympathisch beantwortete.
Als kleine Zugabe hat sie nach den Fragen auch noch das erste Kapitel von Pheobe, dem dritten Teil der New York Diaries Reihe, gelesen. Dieses kleine Geschenk von ihr fand ich besonders süß und war auch nur dank der lieben Sharon (Blog) möglich, da sie schon vorab das Buch hatte.

Eine Lesung ist keine richtige Lesung, wenn es anschließend keine Signierstunde gibt. Ratet mal, wer sich extra die Zeit für Gespräche, Fotos und Unterschriften genommen hat?
Richtig, Anne.

 

Wer jetzt Lust auf das Buch bekommen hat, der kann sich gerne das Video hier anschauen, da ich die komplette Lesung, also den reinen Lesepart, gefilmt habe. Im Voraus entschuldige ich mich für die Wackler im Bild aber knapp eine Stunde das Handy stillzuhalten, ist schon eine Kunst, die ich bisher noch nicht beherrsche.
Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim zuhören und vielleicht entdeckt ihr ja „Den Mund voll ungesagter Dinge für euch“.

 


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