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Timur Vermes – Er ist wieder da

April 26, 2013

 

Blütenweiß beim kaufen war es, nun ist es ein schmutziges weiß mit einigen Kratzern. Interessiert kaufte ich es aber ab der Mitte des Buches hinterfragte ich meinen Kaufgrund. Ein einmaliges Buch ist es über ein „Monster“, welches sich dann allerdings als „normaler“ Mensch entpuppt. Ein Buch das in die Bestsellerlisten geschafft  und über welches Deutschland heiß geredet hat. Von welchem ist hier die rede? Ganz schlaue schauen jetzt zum Titel dieses Eintragen und lesen >> Er ist wieder da von Timur Vermes<< .

Darum soll es auch hier gehen. Meine nächste Buchrezension.

Inhalt

Jeder kennt ihn. Hitler, den Diktator, der vor einigen Jahren bei seinem „Wahnsinn“ gestorben ist. Doch was wäre wenn dieser damals vor rund 66 Jahren nicht wie angenommen gestorben ist? Darum handelt im großen und ganzen das Buch (ganz stark zusammengefasst).

Eines Tages in der heutigen Zeit (gegen 2011) erwacht der Hitler an einem verlassenen Fleckt irgendwo in Berlin. Erinnern wie er hier her gekommen und wo er gerade ist kann er nicht. Was Hitler als erstes feststellt ist, dass es jedenfalls nicht so ist wie damals in seinem Bunker bzw. zu seiner Zeit als Diktator. Da begegnet er nach einigen Schritten einigen Jugendlichen, die am Fußball spielen sind und mit denen er kurz ins Gespräch kommt. Schnell merkt er, dass sich etwas verändert hat, da die Jugendlichen ihn für einen Comedy-Star halten und auch nicht wie gewohnt auf ihn reagieren. Dank ihnen jedoch findet er den Weg zur Hauptstraße und somit auch zur einer Bank, wo eine Zeitung liegt woraus er das Datum entnimmt. Er kann es nicht fassen, dass so viel Zeit vergangen ist doch die seltsamen Reaktionen auf seine Uniform bestätigen, dass er im Jahr 2011 sich befindet. Ein wenig später trifft er auch auf einen Zeitungsverkäufer, bei diesem er vorerst Unterschlupf findet und dank ihm auch einige Leute einer Agentur auf Hitler aufmerksam werden. So muss er nach und nach feststellen wie sehr sich Deutschland verändert hat und das nicht unbedingt zum guten. Sein Ziel ist es nun Deutschland die Augen öffnen und wieder an der Macht zu stehen, was sich jedenfalls nicht als so einfach herausstellt da er von null anfängt und er schnell auf Gegner antrifft…

Beurteilung

Wie in der Einleitung gesagt, war ich ganz scharf auf das Buch (wie viele andere). Lag es an dem Cover oder an der Tatsache, dass das Buch über Hitler handelt? Auf mich trifft das zweite wohl eher zu. Aber auch der Hype um das Buch hat einiges dazu beigetragen, dass ich dieses auch wollte. Eine genaue Vorstellung hatte ich nicht, man wusste nur dass es davon handelt, dass Adolf Hitler doch nicht gestorben ist und in Berlin zum Leben erweckt wird (wenn man das so schreiben darf). Klar, das Buch basiert gering auf wahren Begebenheiten, denn wir alle wissen ja dass er damals gestorben ist aber allein dieses Spiel mit den Gedanken „was wenn er doch unter uns“ hat mich zum lesen gereizt. Timur Vermes zeigt uns eine Möglichkeit, wie Hitler in unserer Welt leben würde bzw. wie er auf die neuen Dingen reagieren würde. Hier könnte man viele verschiedene Ansätze nehmen und man kommt letztendlich auf die selbe Schlussfolgerung. So etwas wie damals kann uns heute wieder passieren, es bedarf nur jemanden der überzeugend genug ist eine Menge in den Bann zu ziehen (Was man sehr schön in dem Film „ Die Welle“ verdeutlicht bekommt).

Aber mal zurück zur Beurteilung. Ich fand am Anfang, das Buch spannend und auf gewisser Weise unterhaltsam. Leider muss ich aber auch sagen, dass der Witz ab ca. der Hälfte nach gelassen hat und es einfach nur mühsam war das Buch zu lesen. Mag sein, dass ich die ironischen /sarkastischen Bemerkungen nicht richtig interpretiert und verstanden habe. Allerdings fand ich die typischen Hitler Bemerkungen nicht deplatziert da die Geschichte aus seiner Sicht geschrieben ist (was nebenbei irgendwie auch ein Pluspunkt bei mir ist). Man lernt Hitler von einer anderen Seite kennen, wenn es auch nicht ganz der wahre Hitler ist…ach, ist schwer zum ausdrücken.

Im Großen und Ganzen kann man zu dem Buch raten auch wenn man nicht so ein Fan von Geschichte ist. Das einzige was man benötigt ist das Interesse an Hitler, denn dann kann man trotz der einigen „trockenen“ Stellen motiviert weiterlesen…

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