Fotografie | Unterwegs

Kunterbuntes Treiben in Bern

Mai 11, 2015

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Bis vor einigen Wochen war in Bern eine Menge los, denn auf dem Expo Gelände fand die BEA statt. Vom 24.04 bis zum 03.05.2015, also genau eine Woche, fand dieses kunterbunte Treiben statt und löste sogar teilweise ein totales (Auto-) Chaos aus. Vergangenes Wochenende gehörte ich, zum ersten Mal, auch zu den Besuchern dieser Messe und bin ehrlich gesagt begeistert abgereist.

Da mein Freund mir nicht all zu viel über die BEA erzählt hat, sondern nur meinte dass ich mich überraschen lassen soll, hatte ich ziemlich viel Fragen im Kopf. Meine größte und ungeklärte Frage war: Was ist die BEA und was erwartet mich dort? Einige unter euch, die diese Messe ebenfalls nicht kennen, haben bestimmt die selbe Frage im Kopf. Die BEA ist eine Schweizer Messe für Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie, welche jedes Jahr im Frühling in der Stadt Bern stattfindet. Mit anderen Worten, man findet dort alles mögliche. Da sich die Messe nicht auf ein spezielles Thema konzentriert ist sie im wahrsten Sinne des Wortes kunterbunt. Mal ganz ehrlich unter uns, am Anfang hat mich die Messe ziemlich verwirrt da ich nicht wusste was mich erwarten wird und was das genau für eine Messe ist.


Was mir an der Messe aufgefallen ist ist dass da einige traditionelle bzw. typische schweizer Dinge gezeigt und angeboten wurden. So gab es an der Messe auch einen Kuhkampf bzw. Ringkuhkampf, den man soweit mir gesagt wurde sehr häufig im Wallis antrifft. Mein Freund und ich waren zufällig am “Kampfort” als das Finale von der Messe begonnen hat. Wir haben die Gelegenheit genutzt und den Kämpfen zugeschaut, da ich so etwas als Deutsche noch nie gesehen habe und auch davor nicht kannte. Der Kampfort war ein riesen großer Kreis, der gut durch Absperrungen gesichert worden ist und an denen man als Zuschauer stehen konnte. Durch einen Lautsprecher wurden dann die jeweiligen Kühe mit ihrer Startnummer aufgerufen und anschließend von den Besitzern in den Ring geführt. Dort haben dann die Kühe jeweils untereinander gekämpft bis dann die Gewinnerkuh ermittelt wurde. Man kann sich so einen Kuhkampf wie einen Stierkampf vorstellen. Der große Unterschied hierbei ist allerdings, dass sich die Kühe bei den Kuhkämpfen nicht verletzten!! Zwar hat jede Kuh Hörner aber bei dem Kampf versuchen sich die Kühe mit den Köpfen wegzudrücken. Es gab bei dem Finale zwei Kühe, die sich so lange gedrückt haben sodass es für mich aussah als würden sich einfach nur so dastehen. Also, die mit dem größten Dickschädel hat dann gewonnen ^^.

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An der BEA gab es dazu noch weitere tierische Begegnungen wie z.B. einem Streichelzoo und einer “Schweinchenparade”. Bei der “Schweinchenparade” bin ich mir allerdings nicht sicher ob diese von den Messeveranstaltern geplant gewesen ist oder ich ihr nur zufällig begegnet bin, es war jedenfalls ziemlich interessant.

IMG_3504 IMG_3493 IMG_3516IMG_3521 IMG_3519An der BEA hatte man, meiner Meinung nach, eine ziemliche Reizüberflutung durch diverse Aktivitäten, wie z.B. die Kuhkämpfe, die Streichelzoos, die Möglichkeit verschiedene Sportarten aus der Schweiz zu probieren (z.B. das Schwingen), einen Freefalltower, oder durch die verschiedensten Stände.

Jetzt nach, fast einer Woche, kann ich mich besonders an die beiden Swisscom Stände erinnern, die beide ziemlich viele Menschenmassen angelockt haben. Aber es gab auch einen eher handwerklich orientierten Stand, der einen sehr stark an den Appenzeller Scherenschnitt erinnert. Diesen Scherenschnitt Stand, von Esther Gerber, haben wir an dem Tag ganz zufällig gefunden und hingen aber auch dort am längsten fest. Man konnte dort bei einer Frau, wahrscheinlich eine Angestellte, sehen wie so ein Scherenschnitt entsteht und durch eine weitere erfuhren wir einige weitere Informationen über den Scherenschnitt wie z.B. wie lange es dauert bis so Scherenschnittbilder fertig sind, welche man dort kaufen konnte, oder wie der ungefähre Entstehungsprozess ist. Von den verschieden Produkten, die man dort kaufen konnte war ich sehr entzückt und am liebsten hätte ich alles mitgenommen. Wahrscheinlich werde ich in Zukunft noch das ein oder andere Produkt kaufen und zum Glück gibt es von diesem Stand eine Seite einen Shop bei dem man online einkaufen kann oder man kommt einfach mal vorbei. Die Seite von Esther Gerber findet ihr hier.

Von all den schönen Dingen, an dem Stand bei der BEA, habe ich mich für ein kleines Täschchen mit dem Scherenschnittmuster entschieden. Zum einen finde ich es sehr süß und zum anderen versuche ich gerade etwas für meine kleinen, losen Dinge zu finden. Wie ihr wisst habe ich zum Geburtstag eine Neverfull von Louis Vuitton  hier  bekommen. Da diese Tasche außer dem Seitenfach keine anderen Fächer hat und ich nicht möchte, dass meine Sachen in der Tasche rumfliegen ist so ein kleines Täschchen mehr als praktisch und ich weis dazu auch gleich wo etwas bestimmtes ist ohne es vorher suchen zu müssen.

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Nach dem recht langen Tag an der BEA war ich am Abend ziemlich müde und erschöpft aber auch glücklich darüber einiges an neuen Dingen gesehen zu haben, die ich zuvor (aus Deutschland) nicht kannte. Ich bin schon gespannt darauf welche Messe ich als nächste Besuchen werde.

 

 

Eure Kaddy

 

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